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Abregelungsthematik bei Solaranlagen
12. Dezember 2023

Abregelungsthematik bei Solaranlagen

 

Die Energiestrategie setzt ein klares Ziel: Bis 2050 sollen 24 TWh durch Solaranlagen produziert werden. Um diese Leistung auffangen zu können, muss das Stromnetz entsprechend ausgebaut werden. Das ist teuer und aufwändig. Doch ist das zwingend nötig?

Das Ausbauziel der Netzkapazität misst sich an den Produktionsspitzen. Diese werden jedoch nur an wenigen Tagen im Jahr erreicht. In den Sommermonaten, an sonnigen Tagen nämlich, wenn alle PV-Anlagen gleichzeitig auf Höchstleistung produzieren und ins Netz einspeisen. Wenn dann gleichzeitig der Verbrauch beispielsweise an Sonntagen tief ist, so besteht ein Überschuss an Strom, mit dem das Netz umgehen muss.

Ein Lösungsansatz, um das Netz zu entlasten und die erforderte Kapazität zu senken, ist die Limitierung der PV-Einspeiseleistung.

• Durch die limitierte Einspeiseleistung werden Leistungsspitzen reduziert, das Netz entlastet und gleichzeitig stabilisiert.
• Wenn die Leistungsspitzen unter die Auslegungsgrenze sinken, wird ein Netzausbau überflüssig.
• Der Ertragsverlust übers Jahr ist gering im Vergleich zur Reduktion der Einspeiseleistung (siehe Abb. 2).
• Bei gegebener Netzkapazität wird die gesamthaft mögliche Stromproduktion sowie die im Verteilnetz aufgenommene Energie durch Abregelung von Leistungsspitzen sogar erhöht (siehe Abb. 3).

 

 

 

Bei einer Limitierung der Einspeiseleistung auf 50 % der Peakleistung von PV-Anlagen liegt die Mindereinspeisung ins Netz pro Anlage im Mittel bei nur etwa 10 %. Denn aufgrund von äusseren Umständen wie Sonnenausrichtung, Wolken oder Nebel geben die Module nur selten Leistungen von über 50 % der Nennleistung ab.

Zwei auf 50 % begrenzte Anlagen generieren somit die gleiche Netzbelastung wie eine Anlage ohne Limitierung. Die Jahresproduktion erhöht sich damit auf 180 % im Vergleich zu einer einzigen Anlage ohne Limitierung.

 

Entgegen der intuitiven Annahme, dass durch die Einspeiselimitierung Verluste anfallen, kann so über das ganze Jahr gesehen sogar noch mehr Strom ins Netz eingespeist werden, ohne dass grosse und kostspielige Investitionen in den Netzausbau anfallen.

Eine offene Frage bleibt, ob und wie der Energieverlust durch Abregelung den Produzenten vergütet werden soll.

 

Mehr dazu im Whitepaper des Vereins Smart Grid Schweiz.

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