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Anstieg der Strompreise in Deutschland 2024
09. Februar 2024

Die Strompreise werden in Deutschland 2024 erneut steigen.

Als Unternehmen im Energiebereich nehmen wir diese Entwicklungen ernst, und es bestätigt unsere Mission, unseren Partnern nicht nur kostengünstigen und umweltfreundlichen, sondern auch langfristig preisstabilen Solarstrom anzubieten.

Wieso kommt es zu Erhöhungen im Bereich der Netzentgelte?

Die Übertragungsnetzentgelte wurden von 3,1 auf 6,4 Cent pro Kilowattstunde mehr als verdoppelt. Ein solcher Anstieg sollte ursprünglich durch einen Zuschuss aus dem Wirtschaftsstabilitätsfond verhindert werden. Dieser angekündigte Zuschuss in Höhe von 5,5 Milliarden Euro wurde im Verlauf der Haushaltsberatungen zum Ende des Jahres 2023 (wir berichteten) jedoch gestrichen.

Die Stromversorger beginnen jetzt, diese Steigerungen weiterzugeben. EnBW etwa hat angekündigt, die Preise für Strom in der Grund- und Ersatzversorgung um 16% anzuheben.
Dies liege aber nicht nur an der Erhöhung der Netzentgelte: „Gleichzeitig sind auch die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern insgesamt gestiegen“ .
Die Mehrheit der Versorger ist, laut einer Befragung der Nachrichtenagentur DPA, noch dabei zu prüfen, wie sich die gestiegenen Netzentgelte auf die Tarife auswirken werden. Eins steht fest: günstiger werden die Tarife nicht.
Der Anstieg der Übertragungsnetzentgelte wirft die Frage auf, wie diese Kosten im Detail entstehen.

Das Stromnetz: Grundlagen und Akteure

Stromnetze sind das Rückgrat unserer Energieversorgung, aber wie werden sie finanziert?
Lassen Sie uns zunächst einen Blick darauf werfen, was das Stromübertragungs- und -verteilnetz ist, und wer die Hauptakteure in Deutschland sind.

Das Stromnetz in Deutschland besteht aus zwei entscheidenden Teilen: dem Übertragungsnetz und dem Verteilnetz.

Das Übertragungsnetz

Das Übertragungsnetz transportiert Strom über weite Entfernungen und wird von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) verwaltet. Diese sorgen für die reibungslose Verteilung von Hochspannungsstrom zwischen verschiedenen Regionen und Ländern. Die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland sind:

1. TenneT TSO GmbH: TenneT betreut vor allem den Norden und den Süden Deutschlands. Das Unternehmen spielt eine Schlüsselrolle bei der Integration erneuerbarer Energien.
2. Amprion GmbH: Amprion ist für die Übertragungsnetze im Westen Deutschlands verantwortlich. Das Netzgebiet erstreckt sich über die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Teile von Hessen.
3. 50Hertz Transmission GmbH: 50Hertz ist für die Übertragungsnetze im Osten Deutschlands zuständig. Das Unternehmen betreut die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
4. TransnetBW GmbH: TransnetBW ist für die Übertragungsnetze im Südwesten Deutschlands verantwortlich und deckt die Bundesländer Baden-Württemberg und Teile von Bayern ab.

Das Verteilnetz

Auf der anderen Seite haben wir das Verteilnetz, das auf niedrigeren Spannungsebenen arbeitet und die Endverbraucher mit Strom versorgt. Die Verteilnetzbetreiber (VNB) betreiben die lokalen und regionalen Stromnetze. Es gibt es knapp 900 Verteilnetzbetreiber. Beispiele sind: E.ON Deutschland, RWE AG, Vattenfall Europe Distribution, Stadtwerke (verschiedene Städte), Bayernwerk AG, Netze BW GmbH.

Netzentgelte

Netzentgelte, auch als Netznutzungsentgelte bekannt, sind Gebühren, die Netzbetreiber für die Nutzung ihrer Netze zur Durchleitung von Strom erheben. Diese Entgelte setzen sich aus Kosten für den Ausbau, die Wartung und den Betrieb der Netzinfrastruktur, Netz- und Kapazitätsreserven sowie Blind- und Regelleistung zusammen.

Wichtig ist im Kontext der Netzentgelte zu verstehen, wer welche Kosten trägt beziehungsweise erhebt:
Die Netzentgelte werden vom Anschlussnetzbetreiber erhoben. Enthalten sind die Kosten aller vorgelagerten Netzebenen. Die Abwicklung erfolgt durch die Zahlung von Netzentgelten des nachgelagerten an den jeweils vorgelagerten Netzbetreiber. Dadurch, dass die Übertragungsnetzentgelte erhöht werden, ergibt sich somit insgesamt eine Notwendigkeit von (Neu-)Berechnungen.

Fazit und Handlungsempfehlung:

Angesichts dieser Entwicklungen ist es ratsam, die eigenen Stromkosten zu überprüfen und mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren. Unternehmen sollten ihre Verträge mit Energielieferanten überprüfen und gegebenenfalls alternative Strategien, wie beispielsweise eine eigene Stromerzeugung, in Betracht ziehen, um sich auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Entscheidungen und Marktdynamiken weiterentwickeln werden. Der Anstieg der Netzentgelte wird zweifellos eine Herausforderung darstellen, aber eine proaktive Herangehensweise kann dazu beitragen, die Auswirkungen zu mildern.

SRS unterstützt Unternehmen, rasch Photovoltaikanlagen auf Industrie- und Gewerbedächern zu realisieren. Wir übernehmen dabei nicht nur die Planung und den Bau, sondern auch Finanzierung und Betrieb auf eigenes Risiko.

Quellen:
PV Magazine
Bundesnetzagentur
Verband kommunaler Unternehmen (VKU)
Tagesschau

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