Die Swissolar PV-Tagung 2026 hat einmal mehr gezeigt: Der Ausbau der Photovoltaik schreitet weiterhin rasch voran – doch der Fokus verschiebt sich zunehmend aufs Gesamtsystem. Nicht mehr nur der Photovoltaik-Ausbau steht im Zentrum, sondern die intelligente Integration ins Energiesystem.
Für SRS nahm Roman Gysel an der Tagung teil und bringt zentrale Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer Projekte mit.
Flexibilität wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor
Ein zentrales Thema der Tagung war die zunehmende Preisvolatilität am Strommarkt. Negative Strompreise treten häufiger auf – ein klares Signal dafür, dass der Fokus auf die reine Stromproduktion nicht mehr ausreicht, sondern dass auch die Photovoltaik-Branche Hand bieten soll für eine gesamtwirtschaftlich sinnvolle Einbindung der Produktionsanlagen ins moderne Stromnetz.
👉 Die Lösung:
Flexibilität durch Produktionssteuerung, Batterie-Speicher, Lastmanagement und intelligente lokale Steuerung aller Komponenten
Für SRS bedeutet das bereits seit 2025 konkret:
- PV-Projekte müssen künftig konsequent als „PV + Flex“-Lösungen gedacht werden
- Grosse Anlagen müssen nicht unbedingt mit maximal möglicher PV-Leistung angeschlossen werden
- Batteriespeicher und Energiemanagementsysteme (EMS) werden zum Standard
- Dynamische Tarife eröffnen zusätzliche wirtschaftliche Potenziale
Netze als Schlüssel – und Engpass
Ein weiterer zentraler Punkt:
Nicht die Produktion ist die grösste Herausforderung, sondern die Integration ins Verteilnetz.
Die Tagung hat deutlich gemacht:
- Ohne Massnahmen stossen Netze zunehmend an ihre Grenzen, es braucht aber einen weiteren Ausbau der Photovoltaik (und von Windenergie)
- Ein Ausbau der Photovoltaik soll nicht abgebremst werden wegen der Netzthemen, sondern Lösungen mit intelligente Ansätze müssen umgesetzt werden [Tim Meyer, Buchautor von «STROM» und Inhaber 3EPunkt, Deutschland]
- Es gibt sehr viele Verteilnetzbetreiber in der Schweiz, einige sind mit den neuen Herausforderungen überfordert, andere entwickeln zukunftsgerichtete Modelle, um den Netzausbau im sinnvollen Rahmen zu halten [Thomas Reithofer, Leiter Geschäftsbereich Netze, CKW; PV for balancing, Stavroula Margelou, Senior Flexpooling Portfolio Manager, Axpo]
- Digitalisierung und Flexibilisierung sind entscheidend [Dezentrale Flexibilitäten einfach und intelligent nutzen, Maike Schubert, Markt und Vernetzung, SmartGridready]
- Prognosen (Wetter, Verbräuche, Produktion) und aktuelle Daten werden zur Grundlage für stabile Systeme [Solarprognosen für eine stabile Energieversorgung, Jan Remund, Leiter Geschäftsbereich Energie und Klima, Meteotest AG]
👉 Für SRS heisst das:
Daten- und Steuerfähigkeit werden zum Muss-Kriterium in jedem Projekt und damit auch moderne Energie-Management-Systeme (EMS)
Markt wächst, Anforderungen steigen
Trotz Herausforderungen wächst die Photovoltaik-Produktion jährlich weiter stark [Der PV- und Batterie-Markt im Wandel: Standortbestimmung und Perspektiven, Wieland Hintz, Leiter Markt und Politik, stv. Geschäftsführer; David Stickelberger, Senior Advisor Politik, Swissolar]:
- Photovoltaik deckt bereits rund 14 % des Nettostromverbrauchs in der Schweiz, pro Jahr ca. 2.5% mehr
- Batteriespeicher verzeichnen ein noch stärkeres Wachstum, allerdings von einem tiefen Niveau aus
- Neue Geschäftsmodelle entstehen rund um Flexibilität und Energiehandel
Letztere werden u.a. durch sich verändernde Rahmenbedingungen ermöglicht:
- Neue regulatorische Ansätze ab 2027 mit dynamischeren Strom-Preisen für die Einspeisung von Solarstrom und damit eine [Leo-Philipp Heiniger, Fachspezialist für Erneuerbare Energien, Bundesamt für Energie BFE]
- Noch stärkere Orientierung des überschüssigen Solarstroms am Marktpreis
- steigende Anforderungen an Messbarkeit und Steuerung
Vom Zubau zum Betrieb: Neue Chancen für die Branche
Ein wichtiger Perspektivwechsel wurde ebenfalls deutlich:
Die Branche bewegt sich vom reinen Anlagenbau hin zu einem aktiven Betrieb und Management von PV-Anlagen. Auch das Alter der PV-Anlagen steigt und damit auch die Anforderungen an Betrieb und Unterhalt.
Chancen für SRS:
- Optimierung bestehender Anlagen
- Integration von Speichern und E-Mobilität
- Predictive Maintenance und datenbasierte Betriebsführung setzen wir bereits um mit eigenen Software-Tools
Unser Fazit
Die PV-Tagung bestätigt klar:
Die Zukunft der Photovoltaik liegt nicht nur im Ausbau, sondern in der intelligenten Vernetzung, Flexibilität und Systemintegration.
Die SRS ist mit ihrem Betriebsmodell damit perfekt aufgestellt. Sie bringt die nötige Kompetenz, um diese Anforderungen zu meistern.
- Projekte ganzheitlich denken, insbesondere für unsere Partner!
- Technologie, Daten und Wirtschaftlichkeit verbinden
- aktiv auf neue Marktanforderungen reagieren aus eigenem Antrieb, nicht erst nach Aufforderung durch Kunden («Verkaufen und weglaufen» war nie unser Konzept, sondern unser «Care & Share» macht absolut Sinn in der beschriebenen Energiezukunft
Kompetenz in der intelligenten Integration ins Energiesystems, im Nutzen der neuen Möglichkeiten und in der Beratung unserer Partner wir für SRS noch zentraler
SRS – bereit für die nächste Phase der Energiewende
Mit diesem Verständnis entwickelt SRS Lösungen, die über den klassische Bau von PV-Anlagen hinausgehen – wirtschaftlich optimiert betrieben, technisch zukunftssicher und bereit um auf die Anforderungen des dynamischen Energiemarktes zu reagieren.

