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Module werden immer effizienter – und immer grösser
19. März 2026

Die Photovoltaik entwickelt sich rasant weiter. Neue Daten aus dem «PV-Barometer 2026» zeigen deutlich: Solarmodule werden nicht nur effizienter, sondern auch grösser und leistungsstärker. 

Der Bericht analysiert technische Trends in der Solarbranche und basiert auf über 100’000 Datensätzen aus realen Projektierungen. Herausgegeben wird er vom Labor für Photovoltaiksysteme der Berner Fachhochschule (Christof Bucher, Matthias Hügi) und der Eturnity AG (Matthias Wiget, Marc Spescha) mit der Unterstützung von EnergieSchweiz. 

Deutlich mehr Leistung pro Modul 

Ein besonders klarer Trend zeigt sich bei der Leistung der PV-Module. Während ein durchschnittliches Modul im Jahr 2017 noch rund 275 Watt erreichte, liegt die Leistung heute bei über 480 Watt. Das entspricht einer Steigerung von rund 75 % innerhalb von acht Jahren. 

Diese Leistungssteigerung hat zwei Hauptursachen: 

  • höherer Wirkungsgrad der Solarzellen 
  • grössere Modulflächen 

Der Wirkungsgrad der Module ist im gleichen Zeitraum von etwa 17 % auf rund 23 % gestiegen. Damit erreichen moderne Module heute deutlich mehr Energieertrag auf derselben Dachfläche. 

Grössere Module werden zum Standard 

Neben der Effizienz hat sich auch die Modulgrösse stark verändert. Die durchschnittliche Modulfläche ist von rund 1,65 m² auf etwa 2 m² gewachsen. 

Beim Vergleich von Modulleistungen muss daher darauf geachtet werden, dass immer auch ein Bezug zur Modulgrösse hergestellt wird. Wenn es darum geht, viel Leistungs auf die gegebene Dachfläche zu bringen, ist das sehr relevant.  

Neben dem Grössenwachstums hat sich auch das Format (Breite : Länge) wieder vereinheitlicht: Eine Modulbreite von 1,134 m dominiert mittlerweile den Markt. Diese Standardisierung vereinfacht Planung, Produktion und Installation. Allerdings gibt es bei der Länge weiterhin Unterschiede.  

Bessere Performance bei hohen Temperaturen 

Ein weiterer Fortschritt betrifft das Verhalten der Module bei Hitze. Der sogenannte Temperaturkoeffizient hat sich deutlich verbessert. Moderne Module verlieren weniger Leistung, wenn sie warm werden – ein wichtiger Vorteil für den realen Betrieb auf Dächern. 

Bei SRS finden wir, dass dieser Effekt zwar von einen guten Modulqualität zeugt, der wirtschaftliche Nutzen mittlerweise allerdings eingeschränkt ist. Bei hohen Temperaturen, also in den Sommermonaten zu Zeitpunkten mit grosser Sonneneinstrahlung müssen die Photovoltaikanlagen – wenn auch heute noch nicht immer, so wird es in Zukunft häufig passieren – meist gedrosselt werden. Daher sind gerade zu diesen Zeitpunkten hohe Leistungen bei hohen Temperaturen gar nicht mehr nutzbar. 

Neben diesen Daten aus der Praxis zeigt ein Blick auf das Best Research-Cell Efficiency Chart, wie sich die Photovoltaiktechnologie im Labor entwickelt 

Seit Jahrzehnten dokumentiert diese Übersicht die weltweit höchsten Wirkungsgrade von Solarzellen und macht technologische Durchbrüche – etwa bei Perowskit-Silizium-Tandemzellen oder hochentwickelten Siliziumzellen – transparent. Das Chart wird traditionell vom bekannten US-Forschungslabor NREL gepflegt. Am 1. Dezember 2025 hat das US Department of Energy jedoch den Namen des Instituts von National Renewable Energy Laboratory zu National Laboratory of the Rockies geändert. Nach Angaben des Department of Energy soll der neue Name die erweiterte Mission des Labors unter der Trump Administration widerspiegeln. Unabhängig von dieser Namensänderung bleibt das Effizienzdiagramm eine der wichtigsten Referenzen der globalen Solarbranche – und zeigt Jahr für Jahr, wie schnell sich die Leistungsfähigkeit von Solarzellen weiter verbessert. 

Fazit 

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt klar:
Photovoltaik wird kontinuierlich leistungsfähiger. 

  • höhere Wirkungsgrade 
  • grössere Module 
  • bessere Temperaturstabilität 
  • längere Garantien 

Diese Fortschritte tragen entscheidend dazu bei, dass Solarstrom heute wirtschaftlicher und effizienter produziert werden kann als noch vor wenigen Jahren. 

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